Wo bist du jetzt? 

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Über Jahre zog die Zeit
wie Wolken still an mir vorbei,
brachten mir viel Einsamkeit –
rissen einst mein Herz entzwei.


Die Welt hat sich um mich gedreht,
als hätte ich nur still gestanden
wenn man das Leben nicht versteht.
Hat denn die Liebe nie bestanden?


Die Jahreszeiten kamen, gingen,
Doch Liebe kennt kein Blatt im Winde,
kein Maß der Stunden oder Tage,
kein Seelenleid der ewg’en Klage.


Wo bist Du jetzt? – im Sternenraum?
Im Licht? Im Duft der frühen Rosen?
Vielleicht verborgen wie ein Traum,
den nur die Seele hat erkoren.

Vielleicht ganz nah im Sternenlicht –
und hör’ Dein Lachen leise klingen,
dann schau ich hoch in Dein Gesicht
als würd’ der Wind mir Antwort bringen.


Die Jahre lehren still zu tragen
was Worte niemals ganz versteh’n.
Immer bleiben auch die Fragen –
auch wenn noch so viel Jahre gehn‘.


Doch manchmal, wenn die Welt ganz schweigt
und meine Seele still verweilt,
dann denk’ ich gern der Zeit zurück
und glaube für den Augenblick:


Dass Tod nie unsere Liebe teilt. .

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Copyright auf Text und Bild liegt bei HYZARA, Autorin von www.HERZTOR.eu

Die Hintergrundmusik stammt aus der youtube-Bilbliothek.

Zum Inhalt des Gedichts

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Manche Begegnungen scheinen nur einen Augenblick zu dauern – und begleiten uns dennoch ein Leben lang.

Dieses Gedicht erinnert an einen Menschen, dessen Gegenwart nicht mit der Zeit vergangen ist, sondern sich verwandelt hat: 
in Erinnerung, in Stille, in Sternenlicht.

„Wo bist Du jetzt?“ erzählt von einer Liebe, die nicht in Besitz bestand, sondern in einer tiefen seelischen Verbundenheit – jenseits von Nähe und Entfernung, jenseits der sichtbaren Welt.

Eine stille Frage.
Und vielleicht zugleich eine Antwort.

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Meine Poesie ist auch in diesem Gedicht geprägt von einer stillen, meditativen Bildsprache und einer tiefen Verbundenheit mit den Fragen des menschlichen Herzens.

„Wo bist Du jetzt?“ erzählt nicht allein von Trauer – sondern von einer Liebe, die ihre Form verändert hat, ohne zu verschwinden.

In klaren Naturbildern, getragen von ruhigem Rhythmus und klassischen Reimstrukturen, entfaltet sich eine innere Reise durch Zeit, Erinnerung und das Weiterleben einer Verbindung über die Grenzen des Sichtbaren hinaus.

Der Blick richtet sich dabei nicht auf das Ende, sondern auf das Bleibende:

Dass Liebe kein Maß der Stunden kennt.
Kein Blatt im Winde.
Keine Grenze des Todes.

Das Gedicht lädt Dich als Leser ein, Dich an die Menschen zu erinnern, die Spuren in Deinem Herzen hinterlassen haben – und darüber nachzudenken, ob wahre Nähe vielleicht nie verloren geht.

„Wo bist Du jetzt?“ bleibt bewusst eine Frage.

Denn manchmal ist die Liebe selbst bereits die Antwort.

HYZARA

Hier gelangst Du auch zu dem vertonten Gedicht auf youtube:

Manche Menschen verlassen die Welt. Doch manche Liebe lernt nur, auf andere Weise zu bleiben.
Die Hintergrundmusik "I'll Remember You von Jeremy Blake" stammt aus der youtube-Bilbliothek.