Wenn die Meisen Schirmchen tragen 

 

Hoch im Zweig, so klein und fein,
sitzt eine Meise ganz allein.
Ein kleines Schirmchen über’m Kopf
schützt ihren kleinen Federzopf.

Und während still der Regen fällt,
sich schimmernd über Blätter quellt,
da hebt sie an ihr helles Lied,
das durch die stille Erde zieht:

Sie singt vom Licht, das neu erwacht,
vom Ende langer Winternacht.
Sie singt vom Duft, der wiederkehrt,
von Luft, die bald die Blüten nährt.

Der helle Ton aus ihrer Brust
durchzieht die Luft mit Frühlingslust.
Vom warmen Wind, der übers Land
die Knospen prall zur LIEBE spannt.

So singt sie hoch im Apfelbaum
vom Frühling – wie aus Gottes Traum.
Als rief‘ sie allen Zweigen zu:
Erwache Welt – nun wachse du!

Ein Zeichen still aus Gottes Hand –
dass neues Leben auferstand.
Und selbst im kleinsten Klang der Welt
ein Hauch von Gottes Liebe fällt.

©Copyright auf Text und Bild liegt bei HYZARA, Autorin von www.HERZTOR.eu

Die Hintergrundmusik „The Palace Gardens – Asher Fulero“ stammt aus der youtube-Bilbliothek

Zur Textanalyse und Bedeutung des Inhalts

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„Wenn die Meisen Schirmchen tragen”

Was geschieht, wenn eine kleine Meise im Regen sitzt – und (dennoch) vom Frühling singt?

In einer stillen Szene im Apfelbaum entfaltet sich eine zarte, fast märchenhafte Welt, in der selbst ein kleines Schirmchen zum Symbol wird: für Leichtigkeit, Vertrauen – und die Kraft des Lebens, die sich nicht aufhalten lässt.

Mit einer klaren, lyrischen Sprache und sanftem Rhythmus führt Dich dieses Gedicht in eine Tiefe, die sich erst im Lauschen erschließt. Denn was zunächst wie ein einfaches Naturbild erscheint, wird nach und nach zu einer leisen Botschaft.

Das Gedicht folgt dabei einer inneren Bewegung: Vom stillen Naturbild über den Gesang als Ausdruck des Lebens bis hin zur spirituellen Erkenntnis. Die Meise wird zur Stimme der Hoffnung – ihr Lied zum Sinnbild für das Leben selbst.

„Wenn die Meisen Schirmchen tragen“ erzählt davon, dass der Frühling nicht erst dann beginnt, wenn der Regen endet – sondern bereits wenn die ersten Tropfen des Wassers das Leben neu erwecken. Es erinnert daran, dass neues Leben, Wachstum und Hoffnung oft dort entstehen, wo noch
Zweifel, Übergang oder Stille herrschen. In der kleinen Szene offenbart sich eine große Wahrheit: Dass selbst im Unscheinbaren, im Zarten und im Alltäglichen ein Hauch von Gottes LIEBE gegenwärtig ist.

So lädt Dich dieses Gedicht ein, die Welt mit einem offenen Herzen zu betrachten – und im leisesten Klang des Lebens die Spuren des Göttlichen zu erkennen. Denn manchmal sind es gerade die kleinsten Stimmen, die in der Stille des Winters den Frühling in  uns zum Erwachen bringen.

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Hier gelangst Du auch zu dem vertonten Gedicht auf youtube:

Ein poetisches Frühlingsgedicht aus der HERZTOR-Reihe von HYZARA. „Wenn die Meisen Schirmchen tragen“ erzählt von einer kleinen Blaumeise im Apfelbaum, die selbst im Regen vom Frühling singt – als Symbol für Hoffnung, neues Leben und die leise Gegenwart göttlicher Liebe im Alltag.
Die Hintergrundmusik "The Palace Gardens - Asher Fulero" stammt aus der youtube-Bilbliothek.